
This is where it started for me – my first two years of school in Worms.
The building still stands today. The surroundings changed. The feeling didn’t.
Meine erste Schule - Nibelungenschule
Hier habe ich tatsächlich meine ersten beiden Schuljahre verbracht. Die Nibelungenschule in Worms – Baujahr 1900. Massiver Backstein, Arkaden, eine große Tordurchfahrt, die als Kind riesig wirkte. Damals war das für mich einfach nur „Schule“. Heute weiß ich: Das Gebäude ist älter als fast alles, was uns im Alltag wichtig erscheint.

Ein Bauwerk aus einer anderen Zeit
Ende des 19. Jahrhunderts wuchs Worms stark (ich erinnere wieder daran: älteste Stadt Deutschlands, kommt mir. nicht mit Trier, danke!). Die bestehenden Schulen waren überfüllt – 60 Schüler pro Klasse galten um 1900 bereits als Fortschritt. Vorher waren es oft 80. Beri mir waren es ca. 30 Schüler(Innen) lol.
Das Fundament der Schule steht auf 34 Betonpfeilern, da das Gelände auf einem ehemaligen Rheinarms liegt. Schon damals musste man hier technisch kreativ bauen. Eröffnet wurde die Schule am 19. April 1900. Seit 1987 steht das Gebäude unter Denkmalschutz.
Und es steht noch immer da.

Arkaden, Pausenhof, Perspektive
Die Arkaden auf der Ostseite waren für uns einfach Teil des Pausenhofs. Architektonisch spricht man vom neuromanischen „Nibelungenstil“. Die mächtige Tordurchfahrt wurde später sogar Vorbild für Teile des Wormser Bahnhofs.
Als Kind denkt man über sowas nicht nach. Man denkt an Pausenklingel. An schwere Schulranzen. An das erste Mal alleine zur Schule laufen.
Was sich verändert – und was bleibt
Heute wird das Gebäude als Realschule genutzt. Rund 340 Schüler lernen dort. Außen hat sich einiges verändert, das Umfeld ist dichter und moderner geworden. Aber wenn man davorsteht, merkt man: Manche Orte tragen Geschichte einfach in sich.
Für mich ist es der Ort, an dem alles begann. Mein "akademischer Anfang".
Und irgendwie beruhigend (oder doch eher besorgniserregend?) zu wissen, dass dieses Gebäude länger bleibt als wir.