Bereits ein paar Gedanken zum Ende des Jahres
Ich weiß nicht, ob es allen so geht, aber ich finde, dass man sich mit steigendem Alter immer mehr Sorgen macht. Vielleicht ist das nicht bei allen so, aber jedenfalls in meinem Fall kann ich das ganz gut beobachten. Anderen scheint das vielleicht anders zu gehen, je nachdem, was man bisher erreicht hat und was man bisher aufbauen konnte.
Natürlich beeinflussen die eigenen Lebensentscheidungen die eigene Zukunft. Und wenn ich zurückblicke, will ich eigentlich gar nicht so viel klagen. Klar gibt es Sachen, die ich rückblickend hätte anders machen können, aber beschweren will ich mich über das, was ich in meinem bisherigen Leben (vielleicht falsch) gemacht habe, ganz und gar nicht.
Letztendlich bin ich ja genau deshalb nun dort, wo ich jetzt bin. Und genau hier fühle ich mich doch recht wohl. Aber leider ist mir klar, dass ich eben genau hier nicht für immer bleiben kann. Die Veränderungen sind längst abzusehen, und sind teilweise sogar schon eingetreten. Wo es lang und wo es hin geht, ist dabei gar nicht so klar, und alle Optionen haben neben einigen Vorteilen, dann doch auch ziemlich viele Nachteile.
Nun ja, so mag es vielen von uns gehen, und ich bin wohl nicht der einzige, der sich in solch einer Situation befinden dürfte. Aber trotzdem mache ich mir gerade große Gedanken, wo und wie ich den Rest meines Lebens kann.
Am Ende hängt wie immer alles an den Finanzen. Und da hapert es manchmal eben doch. Bin ich arm? Nein, das bin ich nicht. Habe ich Geld? Ja, das habe ich. Habe ich genug Geld? Nein, das habe ich auf jeden Fall nicht. Und gerade das bereitet mir für die Zukunft doch so einige Sorgen. Vor allem, da ich nicht weiß, wo und wie ich weiterhin meine Brötchen verdienen kann beziehungsweise darf.
Mein Abenteuer im Kryptosektor ist, wenn ich ehrlich sein soll, bisher nicht wirklich von Erfolg gekrönt. Wie bei vielen anderen wohl auch, waren einige meiner Investitionen totale Fehlschläge. Andere dagegen hatten sich teilweise gar nicht so schlecht entwickelt, aber meist sieht es dann doch so aus, dass nach einer kurzen Phase der Hoffnung alles ganz brutal wieder zunichte gemacht wird. Wenn es einmal nach oben geht, geht es später die doppelte Strecke wieder nach unten. Man befindet sich irgendwie wieder am Anfang des Weges, und es sieht nicht so aus, als würden meine Anstrengungen eines Tages vielleicht doch belohnt werden.
Die große Aufregung ist vorbei und auch die Hoffnung hat sich irgendwie zerschlagen. So richtig aufgeben und loslassen will ich eigentlich nicht; im Augenblick fehlt mir die Energie und auch die Ideen, wo es denn stattdessen hingehen könnte.
Ich weiß, dass Wegklagen nicht viel bringt, und ich bin mir auch nicht sicher, ob irgendjemand hier überhaupt diese Worte lesen wird. Aber manchmal ist es schon ganz befreiend, seine eigenen Gedanken einfach mal rauszulassen und in Worte zu fassen. Irgendwie hilft es, den Kopf zu reinigen und kann dadurch vielleicht sogar ein neuer Anfang sein.
Ein Jahresrückblick war das noch nicht, der erfolgt vielleicht etwas später. Aber wenn ich auf die vergangenen Monate zurückblicke, kann ich bereits jetzt sagen, dass es, trotz all der vielen Hürden, die mich aufgehalten und vielleicht sogar zurückgeworfen haben, ein gutes Jahr gewesen ist. Und dessen bin ich mir auch bewusst, so dass mir meist gar nicht schwer fällt, gute Laune zu haben. Und diese gute Laune hilft mir dann hoffentlich in den Momenten, wenn mal wieder die Sorgen überhand nehmen sollten.
Vor daher erfreue ich mich lieber an dem Stückchen blauen Himmel dort hinten am Horizont und übersehe einfach mal die großen dunklen Wolken direkt über mir. Und warte ganz entspannt auf den Moment, an dem sich die Sonne wieder zeigen will....
